Hier sind zwei Ideen über die Rolle des Künstlers in Bezug zum Publikum, auf die ich neulich zufällig gestoßen bin. Die erste hat der Schauspieler und Auftrittscoach Sebastian Weber in einem Podcastinterview so formuliert:

“Du bist nicht der Held in der Geschichte. Der Held ist die Figur, die sich verändert. Und damit ist klar: das Publikum muss der Held sein. Und die Rolle, die mir zufällt? Ich bin der Mentor, der dem Helden hilft von a nach b zu kommen. Ein Mentor ist jemand, der es schafft, die Träume des Helden zu sehen und ihm zu helfen, diese Träume zu erreichen.”

Das zweite Zitat stammt aus der Netflix Doku Rapture und ist von A Boogie wit da Hoddie:

“People make music and wonder why it’s not going anywhere and it’s because people don’t like it. You’ve got to make other people want to be you. It’s not easy. So it’s like a hard process of becoming that person.”

Mann, da steckt so viel drin, das wäre eigentlich ein langes Essay wert. Aber weil draußen so schönes Wetter ist, nur kurz ein paar Gedanken, als Fragen formuliert:

– Wer ist Dir wichtiger: Du oder Dein Publikum?
– Bist Du bereit für die Rolle des Mentors? Willst Du lieber Yoda sein oder doch eher Luke?
– Ist es wichtiger, den Leuten das zu geben, was sie (glauben zu) wollen, oder ist es wichtiger, ihnen das zu geben, was (Du glaubst, dass) sie brauchen?
– Was bedeutet für Dich Erfolg? Wie sehr bist Du bereit Dich zu ändern, um andere dazu zu bringen, so sein zu wollen wie Du?
– Bonusfrage: Was hat das alles mit Kunst und Kapitalismus zu tun?

Deep stuff!

PS: Lest Joseph Campbell!